Gassner & Zarecky BAUTEN UND PROJEKTE
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Haus Gröger - Neubau eines Niedrigenergie-Einfamilienhauses


Standort:Oberhaching
Fertigstellung:2000
Wohnfläche in m²:163
Bruttorauminhalt in m³:1.150

[ Untergeschoss ] [ Erdgeschoss ] [ Obergeschoss ] [ Lageplan ]
[ Querschnitt-1 ] [ Querschnitt-2 ] [ Südansicht ] [ Westansicht ] [ Modell Giebelansicht ] [ Modell-Aufsicht ] [ Modell-Seitenansicht ]

Projektbeschreibung:

Bauen für einen Steinmetz.

Bauen für eine Familie mit Kunstsammlung.

Bauen mit Südsonne und Nordgarten.

Bauen auf einem Hangplatteau im Grünen.

Bauen mit experimentellem Energiekonzept.

Kunst und Wohnen, Sonne im Süden und Garten im Norden, enge Grenzen der Ortsgestaltungssatzung und Phantasie einer kreativen Familie. Kontraste und Kompromisse bilden ein schlußendlich Ganzes.
Das vorgegebene Baufenster und eine bestehende Zugangssituation bilden die Grundlagen für das Entwurfskonzept.
Den Auftakt bildet ein Carport mit Zugang von der Straße. Aus der Ferne ist das Haus als Silhouette erkennbar. Die Detailsprache von Carport und Wohngebäude verbindet.
Das Gebäude differenziert sich in einen schmalen Mittelteil und vorgestellte Wandkästen an den Längsfassaden: die mittlere Giebelwand mit anschließender Steinterrasse, verkleidet mit Tuffstein, Holzfenstern und vorgeschriebenem Ziegeldach - die seitlichen Wandkästen verputzt, umlaufend in einem schwebendemHolzbelag, mit filigraner Stahl-Glas-Fassade und Blechdach.
Das `Haus im Haus´-Konzept setzt sich bei der Materialwahl im Innenbereich fort.
Außenhülle: Holzbelag mit verputzten Wandkästen und Stahl-Glas-Fassade im
Kontrast zum Innenbereich: Glättputz mit lasiert getönter Oberfläche, Steinboden und Holzfenster im Giebelbereich des Obergeschosses.
Die Wandkästen fungieren als `Setzkästen´ für Bilder & Kunstgegenstände. Beidseitige Flure verbinden die Wohnbereiche.
Sämtliche Aufenthaltsräume werden durch `Lichtschneisen´ zwischen den Setzkästen vom Süden belichtet. Die Lichtachsen setzen sich jeweils mit Nordblick in den Garten fort. Terrasse und Holzbelag verschmelzen, Innen- und Außenbereich verlieren eindeutige Abgrenzung.
Bei den Individualräumen im Obergeschoß wird der Blick bewußt gefangen. Die Räume bilden introvertierte Rückzugsbereiche.
Vorgehängte Lamellen und sandgestrahltes Glas richten Ausblicke giebelseitig und grenzen konkrete Einblicke aus.
Das Thema Stein variiert vielfach, ohne das materialhafte Zusammenspiel von Stein, Holz, Stahl, Glas und Putz zu dominieren. Von Stufen, Pflaster und Wänden im Außenbereich über Fassadenverkleidungen und Bodenbelägen bis zu Waschbecken und Badewanne wurde das Thema integriert.
Stein in seiner Masse dient auch der Wärmespeicherung und Wärmeübertragung. Die Innenwandflächen- und Laibungen werden über eingeputzte Sockelheizleitungen temperiert und erzeugen die erforderliche Strahlungswärme. Sichtbare Leitungen im Bereich der Fenster und des Daches gleichen die Kältestrahlung im Bereich der Fenster aus. Trotz geringfügiger Berücksichtigung `traditioneller´ energierelevanter Entwurfs- und Ausstattungskriterien kann mit diesem Konzept durch die Ermittlung des tatsächlichen Energieverbrauches das Ergebnis eines Niedrigenergiehauses erzielt werden.