Gassner & Zarecky BAUTEN UND PROJEKTE
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Neubau zweier Niedrigenergie-Mehrfamilienhäuser


Standort:Forchheim
Fertigstellung:2001
Wohnfläche in m²:3.100
Bruttorauminhalt in m³:17.000

[ Erdgeschoss ] [ Regelgeschoss V1 ] [ Regelgeschoss V2 ] [ Lageplan ]
[ Querschnitt ] [ Nordansicht ] [ Westansicht ]

Projektbeschreibung:

Experimenteller Wohnungsbau - gefördert durch die Oberste Baubehörde

Das Projekt ist in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekturbüro Ebe+Ebe entstanden.

Am nördlichen Stadtrand von Forchheim wird eine bestehende Wohnsiedlung mit Y-förmigen Punkthäusern nachverdichtet.

Als neue städtebauliche Struktur wird der Bestand durch fünf V-förmige Wohnstangen ergänzt.

Die ersten drei Gebäude werden von den Wohnbaugesellschaften nach Genehmigung in eigener Regie erstellt. Für die fehlenden beiden Gebäude wird die gesamte Planung inklusive einer baukünstlerischen Oberleitung beauftragt.

Das zentrale Treppenhaus eines Gebäudes erschließt kompakt und wirtschaftlich 20
Wohneinheiten. Als Lärmschutzpuffer gliedern sich Flure und Nebenräume an den Erschließungsbereich. Sämtliche Nutz- und Aufenthaltsräume sind konsequent nach Osten und Westen orientiert.

Die beiden Gebäude sind im Rahmen des Förderprogrammes `Experimenteller Wohnungsbau´ der Obersten Baubehörde nach unterschiedlichen Kriterien im Niedrigenergiestandard geplant. Ein Gebäude mit hochgedämmten Bauelementen und geringen Transmissionswärmeverlusten wird einem Gebäude mit wärmespeicherfähigen Bauteilen und phasenverschobener Wärmeabgabe gegenübergestellt. Unter gleichen topographischen und klimatischen Bedingungen soll bei gleicher Heizungsanlage die Energiebilanz der Gebäude gegenübergestellt werden. Die vorläufigen Untersuchungen wurden vom Fraunhofer Institut begleitet.

Durch die Förderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbauprogrammes ist eine kostengünstige Realisierung verpflichtend. Die Gebäude werden in Schottenbauweise mit wirtschaftlichen Deckenspannweiten erstellt. Ortbetondecken und Ziegelschotten mit einem Fichtendachstuhl, Eternitdeckung und Stahlgeländern bilden eine konventionelle Mischbauweise. Der Zwischenbau wird mit einer Stahl-Glas-Fassade `invers´ dargestellt: im Gegesatz zur Unterteilung der Wohnstangen in eine Vielzahl geschlossener Räume verbinden großzügige Deckenausschnitte den Treppenraum zu einem großen Ganzen - im Gegensatz zu denFensteröffnungen der massiven Wände sind in diesem Bereich die Fenster als geschlossene Elemente in der transparenten Glasfläche eingebunden.